Mein teuerstes Shirt aller Zeiten: Einkauf bei Lauren Moshi in L.A.

Sonntag, Januar 1, 2017 0 8

Als ich im September während unseres Urlaubs in Los Angeles war, musste ich selbstverständlich auch die örtlichen Shops durchstöbern. Natürlich war mir klar, dass selbst der entspannte „L.A.-Chic“ hier in der noblen Gegend in West Hollywood teuer verkauft wird. Eigentlich hatte ich meinen Freund nur hier her gelotst, weil ich einmal das berühmte „Ivy“-Restaurant sehen wollte.

Das mit Efeu umrankte Lokal und sein weißer Zaun waren schon oft Schauplatz für zahlreiche Paparazzi-Abschüsse und da ich zu meinem Faible für Stars und Klatsch stehe, war der Besuch quasi ein Pflichttermin.

Nun wie es der Zufall so wollte, war direkt nebenan der Store der Designerin Lauren Moshi. Sie kommt nicht nur aus L.A., sondern zierte mit ihren Designs auch schon so manchen Promi-Körper. Beweisfotos liegen effektiv und eben auch verkaufsfördernd im Laden aus: „Du kannst dazugehören“ scheinen sie zu flüstern.

Nachdem ich mich anfangs nicht in den sehr coolen aber eben auch leeren Shop getraut habe, habe ich es dann doch gewagt und das war mein Untergang! Die ganze Innenausstattung wirkte mehr wie ein cooles Museum zwischen Popart und Punkrock. Glitzerne Riesen-Lippen, bunte Prints und immer wieder auch Totenköpfe und Strassteine empfingen mich, meine eigentlich schon zu sehr belastete Kreditkarte und meinen schwachen Willen. Beim Blick auf die Etiketten war mir sehr schnell klar: Eigentlich ist das etwas über meiner Preisklasse! Shirts zwischen 100 und 200 Dollar – so viel würde ich normalerweise im Leben nicht ausgeben. Doch die imposante Innenausstattung hatte meine Synapsen bereits beeinflusst. Der Laden war so cool, dass ich einfach einen Teil von ihm mit nach Hause nehmen wollte und damit eben auch ein Stück von Los Angeles und von dem kalifornischen Style. Die Marketingfalle hatte zugeschnappt!

Das typische „LA-Girl“, die Verkäuferin vor Ort erzählte mir dann noch voller Begeisterung, dass Lauren Moshi eine Künstlerin aus L.A. sei, die ihre Designs und Prints alle selbst macht und ihre Stücke nur in limitierter Stückzahl hergestellt werden. Bumm, das Schlüsselwort: Es ist limitiert! Das heißt, es hat nicht jeder, es ist etwas Besonders und wenn ich es trage gibt es mir etwas von seiner Exklusivität ab. So funktioniert das Business mit der Designer-Mode! Letzten Endes und nach Beratung mit meinem Freund, der bereits mit einem Kopfschütteln den Laden betreten hatte, entschied ich mich für ein schwarzes Shirt mit einer Skelett-Hand auf der Front. Diese glitzerte dank zahlreichen Strassteinen für mich genau genug, haarscharf an der Grenze zum Proll-Chic.


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Die bereits schmerzhaften 100 Dollar wurden dann an der Kasse nochmals um 20 Dollar erhöht – Mist, ich hatte die Tax (die Steuern vergessen). Diese werden in den USA gemeinerweise nicht mit ausgewiesen. Aber die Punk-Barbie hinter der Kasse wickelte meinen Kauf bereits flink in Papier und verstaute das Shirt in einem Lauren Moshi-Jutebeutel, ähm ich meine in einer exklusiven Designer Bag, die es als „free Giveaway“ dazu gab.

Natürlich kämpfte ich bereits nach dem Verlassen mit dem schlechten Gewissen, aber gleichzeitig freute ich mich auch und irgendwie gab der unvernünftige Kauf weit über mein eigentliches Budget mir einen kleinen Kick. Solange man es nicht übertreibt, finde ich sind solche „Shopping-Aussetzer“ legitim und das Schöne: Ich verbinde mit dem Shirt jetzt eben immer diesen Besuch in der Boutique an einem sonnigen Tag in West Hollywood, direkt neben dem Ivy – wo sich sonst Reese Witherspoon, Madonna und die Kardashians die Klinke in die Hand geben. Solche Erinnerungen kann kein Onlineshopping ersetzen!

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