Wimpernverlängerung als Modell – Erfahrungsbericht

Montag, April 18, 2016 0 13

Schöne, lange Wimpern sind der Traum fast jeder Frau und wenn sie von Natur aus nicht damit gesegnet ist, hilft eine Wimpernverlängerung oder je nach Wunsch auch eine Wimpernverdichtung. Auch in Deutschland hat sich in meinem Empfinden dieser Trend ähnlich wie damals mit den Gel-Nägeln in den letzten Jahren rasant entwickelt. In jeder größeren Stadt gibt es inzwischen ein Studio, das Wimpernverlängerungen anbietet.

Ich persönlich habe ja ohnehin ein Faible für etwas dramatischere Looks, deswegen lebe ich auch bei den Wimpern nach dem Motto: Mehr ist mehr!

Inspiriert von den Instagrams der Stars und Blogger war ich schon lange neugierig, diese Verschönerung selbst auszuprobieren. Ich muss aber vorweg schicken, dass ich von Natur aus eigentlich schon sehr lange Wimpern habe, bei denen ich mit der richtigen Mascara schon einen „Falsche Wimpern-Effekt“ erreichen kann. Als aber von dem Salon Ladylike Modelle für Wimpernverlängerungen gesucht wurden, ergriff ich die Gelegenheit.

Nach 30 Minuten Wartezeit ging es los (übrigens fand ich die Wartezeit nicht schlimm, denn:

  1. weiß man, dass man als Modell Zeit mitbringen muss und das hatten die Mädels des Studios auch geschrieben.
  2. bekommt man ja dennoch eine Leistung (in diesem Fall zumindest) umsonst und darf dafür meines Erachtens nicht zu 100% den Maßstab einer zahlenden Kundin anlegen).

Die Behandlung erfolgte im Liegen und ich und das andere Modell wurden schön kuschelig zugedeckt – da musste man fast aufpassen nicht einzuschlafen. Zu den einzelnen Schritten werde ich nichts schreiben, ich will mich in dem Bericht auf mein persönliches Erleben und das Ergebnis beschränken und auch nicht versehentlich falsche Auskünfte geben möchte. Nur so viel: Bei mir wurde die sogenannte 1:1 Technik angewendet, das heißt es wird pro Naturwimper eine (Kunststoff)wimper angebracht. Im Gegensatz dazu sind es bei der Volumentechnik mehrere.

Da ich als Modell quasi als „Schulungsobjekt“ diente und die Kosmetikerinnen das Ganze zum allerersten Mal machten, zog sich die Prozedur und dauerte insgesamt drei Stunden. Die Ausbilderin erzählte mir später, dass ein Profi wie sie das aber in 45 Minuten schafft. Während der Behandlung habe ich dann erfahren, dass ich wohl tatsächlich sehr lange Wimpern habe und an den Seiten sogar Locken, sprich die Wimpern kräuseln sich!

Von links nach rechts: Ungeschminkt und mit natürlichen Wimpern, ungeschminkt und mit Wimpernverlängerung, unten rechts: geschminkt mit Wimpernverlängerung

 

Bei so einer langen Zeit auf der Liege wird es natürlich auch irgendwann ungemütlich, obwohl ich die Behandlung ansonsten als sehr angenehm und sogar entspannend empfand. Da man die Augen die ganze Zeit geschlossen halten muss, fällt die Entspannung natürlich leicht. Als ich dann „geweckt“ wurde, war es fast als würde ich aus einer Trance erwachen. Ich hatte ehrlich gesagt ein wenig Angst vor dem Blick in den Spiegel weil man nach so einer langen Arbeitszeit ja richtig viele Wimpern erwartet und ich nicht zu unnatürlich aussehen wollte. Diese Gefahr bestand rückblickend allerdings nicht. Im Gegenteil: Beim ersten Blick habe ich kaum einen Unterschied erkannt.

Das Ergebnis war wirklich sehr dezent und natürlich. Aber das lag natürlich auch an meiner Ausgangssituation: Wenn man lange Wimpern hat, ist der Unterschied natürlich auch nicht so groß und man darf Anfänger auch nie mit Profis vergleichen, die viel mehr Wimpern verarbeiten können. Für meinen Geschmack hätte es noch ein bisschen ausdrucksstärker sein können, aber als ich später die Wimpern getuscht habe (nur die Spitzen bitte!), war der Effekt schon erkennbar. Aber ehrlich gesagt habe ich ähnliche Ergebnisse auch schon mit mit meinen Naturwimpern und Mascara erreicht (siehe Instagram-Bild)

Heading to some fine skapunk with @talco_punkchanka 👍💀#tgif #fridays #carselfie #selfie #macrebel #toofacedbetterthansex #rebelmeetsdiva

Ein von RebelMeetsDiva – Jessica Naun (@rebelmeetsdiva) gepostetes Foto am

Abschließend kann ich sagen,  dass ich künftig wohl keine regelmäßige Wimpernverlängerung machen werde.

  1. Weil ich finde, dass es bei meinen Wimpern nicht unbedingt nötig ist – wenn es rein um die Länge der Wimpern geht
  2. Weil ich persönlich schon auf einige Dinge achten und eventuell auch verzichten müsste (Zum Beispiel darf man nur ölfreien Make-Up-Entferner und Make-Up zu benutzen).
  3. Weil mir persönlich das Schminken der Wimpern einfach Spaß macht und inzwischen zu meiner lieb gewonnenen, fast meditativen Routine gehört.
  4. Weil man die Wimpern ähnlich wie Gelnägeln in Abstand von ca. 4-6 Wochen auffüllen muss und das kostet je nach Studio und Wimpern ca. zwischen 50 und 100 €.

Es war aber dennoch eine interessante Erfahrung und für besondere Anlässe oder mit mehr Wimpern könnte ich mir eine Wimpernverlängerung eventuell irgendwann noch einmal vorstellen, vor allem da eine Arbeit am Modell wie gesagt nicht den Standard und die Möglichkeiten der Profis widerspiegelt.

Weitere Infos unter www.ladylike-boeblingen.de

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