Zehn Tage ohne Süßigkeiten – Mein Fazit

Dienstag, März 15, 2016 0 14

Zehn Tage ohne Süßigkeiten sind vorbei und ich liefere euch hier meinen persönlichen Nachbericht zu der „enthaltsamen“ Zeit für mich als Süßigkeiten-Junkie.

Der Anfang: Das Gehirn umprogrammieren

Wie ich bereits in meinem anderen Post geschrieben habe, bin ich eine Gewohnheitsesserin und ich greife oft auch nebenbei und unbewusst zu Süßigkeiten – einfach weil sie da sind. Das war in den ersten drei Tagen auch die größte Herausforderung für mich: Meinen Kopf umzustellen und aufzupassen, dass ich nicht reflexartig zu Süßigkeiten greife, denn Zuhause gab es immer noch ein paar Reste.

Zusätzlich war es natürlich schwierig, weil ich auch gerne süß frühstücke. Ich habe das letztlich so gelöst, dass ich Schokocroissant und Co. durch Haferlocken mit Banane, Walnüssen und Honig ersetzt habe. Das hat meinen „süßen Zahn“ erstaunlich gut befriedigt und ist nebenbei auch noch gesünder. Obwohl ich nicht gänzlich auf Zucker verzichten wollte, sondern nur auf Schokolade und die üblichen Sweets wie Gummibärchen, Kekse etc., ersetzte ich auch mein heißgeliebtes Redbull durch die zuckerfreie Variante. Leider schmeckt mir die nicht wirklich, hier kommt für mich genau wie bei Cola nichts an das „Original“ ran.

Erstaunlicherweise war der Verzicht auf Süßes nach der anfänglichen Umgewöhnung leichter als gedacht und ich merkte, dass ich wie so oft einfach von Werbung, schönen Bildern oder einfach der Positionierung an der Kasse verführt worden war.

Der Alltag: Die Versuchung lauert überall

Im Alltag merkte ich dann auch keine Entzugserscheinungen und ich hatte mich ganz gut im Griff – was bestimmt auch damit zusammenhing, dass das Ende absehbar war und danach zehn Tage in den USA auf mich warteten. Hier wollte ich meine süßen Fantasien dann wieder voll ausleben und mich für mein „Durchhaltevermögen“ belohnen. Interessant war während der zehn Tage auch, dass mir anhand meiner facebook-Timeline aufgefallen ist, wie stark meine Affinität für Essen wirklich ist. Wahrscheinlich waren aber auch hier meine Sinne geschärft, denn wie es nun mal so ist: Sobald man auf etwas verzichtet, springt es einem von Überall entgegen. So wurde ich von diesen Bildern und Videos auf facebook in Versuchung gebracht:

󾌧󾍁 tag your freinds

Posted by Paris Oh La La on Donnerstag, 11. Februar 2016

 

Mein Fazit: Maß halten mit gelegentlicher Völlerei

Wie erwartet hatte der Verzicht keinen Einfluss auf mein Gewicht, was ja auch nicht das Ziel war. Was ich aber tatsächlich zu bemerken glaubte war, dass ich Zucker und allgemein Süßes (z. B. Getränke) intensiver wahrnahm als zu Zeiten einer hohen „Süßigkeiten-Dosis“. Ansonsten habe ich keinen Unterschied bemerkt. Ich bin froh, dass ich doch nicht so ein schlimmer Süchtling bin wie ich dachte und ich werde versuchen, den Süßigkeiten-Konsum dauerhaft zu reduzieren oder durch gesündere Alternativen zu ersetzen.

Natürlich will ich euch nicht vorenthalten, was meine erste süße Speise nach den zehn Tagen war. Ich hatte mich dazu extra bis zur Ankunft in den USA diszipliniert: Ein Stück Red Velvet Cake am Flughafen von Washington beendete meine Selbstgeißelung.

Er war soo gut und ich bin gespannt, welche perversen Süßigkeiten ich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten noch kosten werde. Ich dokumentiere alles auf meinem Instagram :-)

No Comments Yet.

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.