Warum Yves Rocher mich immer kriegt

Freitag, Februar 19, 2016 0 19

Ich weiß, dass ich ein riesengroßes Werbe-Opfer bin und mich regelmäßig durch Rabatte, Aktionen oder auch nur ein besonders süßes Marken-Maskottchen oder eine schöne Verpackung verleiten lasse. Ich bin mir dieser Schwäche bewusst und eine Marke hat in mir dadurch ein ganz besonders leichtes Opfer gefunden: Yves Rocher.

Als ich kürzlich den Briefkasten leerte, fand ich darin mal wieder Post von der Kosmetikmarke (wie übrigens alle ca. fünf Wochen). Darauf stand in großen Lettern: „Vielen Dank für drei Jahre Treue„. Da erfasste mich ein leichtes Erstaunen. Waren es wirklich schon drei Jahre seitdem ich das erste Mal dort bestellt habe? Nun es wird wohl so sein, denn wenn Yves Rocher eines kann, dann ist es Kundendaten verwerten und ich persönlich meine das nur im positiven Sinn.

Ja, ich weiß, das Thema Werbung und Datensicherheit ist heikel. Ich persönlich bin in dieser Hinsicht sehr freigiebig und angstbefreit. Statt die möglichen Gefahren zu sehen, sehe ich den Nutzen – und ja, den gibt es für mich tatsächlich. Denn ich entscheide bewusst, wem ich meine Daten gebe und im Fall von Yves Rocher bekomme ich dafür regelmäßig Post mit Angeboten, aus denen wiederum oft eine Bestellung resultiert.

Der Inhalt dieser Yves Rocher-Päckchen besteht dann gefühlt zu 25 % aus meiner Bestellung und zu 75 % aus Flyern, Prospekten, Rubbelbildern und Aufklebern, mit denen man allerlei tolle Ersparnisse bekommt. Wenn mein Wille dann schon bröckelt, kommt der zweite Trumpf: Das Geschenk!

Bei Yves Rocher gibt es grundsätzlich immer ein „Geschenk als Dankeschön für die Bestellung“. Das kann ein Bademantel, ein Kosmetikprodukt oder auch mal Schmuck sein. Natürlich bezahlt man indirekt mit seiner Bestellung doch dafür, aber alleine das Wort „Geschenk“ löst bei mir schon den Kaufreflex aus.

Beim Durchblättern des „Beautyjournals“ fällt mir dann oft ein Flyer in die Hand: „Für Sie reserviert, Ihr Lieblingsprodukt„. Dazu ein schönes Bild eines Produktes, das ich schon gekauft habe und schwupps, die Willensfassade bröckelt weiter. Die Angebote locken dann auch oft mit „Zwei zum Preis von einem“ oder mit Schlagworten wir „exklusiv“ und „Sonderangebot„. Wenn ich mir dann bereits Artikel ausgesucht habe, aber eventuell das Budget fehlen sollte, kommt der letzte Trumpf im Kampf um die Kundin: Die Zahlpause! – „Zahlen Sie erst in zwei Monaten“ – Wow, eine Art Beauty-Kredit, ok ihr habt mich mal wieder!

Ich bin mir sicher, viele wären von den aggressiven Marketing-Methoden von Yves Rocher genervt, aber ich steh drauf und das liegt letzten Endes daran, dass mich die Produkte und der Kundenservice überzeugen. Deswegen freue ich mich auch jedes Mal auf Post von Yves Rocher :-)

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